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Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

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Der Landesverband

25. Kreiskonferenz und Honigprämierung des Landesverbandes in Walsrode

Die Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Renate Schulz-Sandhof eröffnet die Veranstaltung. Über die Aktivitäten des Kreisimkervereins berichtet der Stader Kreisvorsitzende Nico Martens und stellt dabei die Wanderungen in das „Alte Land“ und seine Imkerei vor.

Dr. Werner von der Ohe berichtet aus der Arbeit des LAVES-Institutt für Bienenkunde Celle. Die Bienenseuchenverordnung müsste in einigen Bereichen angepasst werden. Insbesondere sei der Umgang mit dem Gesundheitszeugnis zwischen den Bundesländern zu harmonisieren. Seitens der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V. wurde vorgeschlagen, dass bei Gesundheitszeugnissen auf Basis von bakteriologischen Untersuchungen von Futterkranzproben das Gesundheitszeugnis eine Gültigkeitsdauer ab dem Probenahmezeitpunkt von 12 Monaten haben sollte. Bei der weniger aussagekräftigen Untersuchung der Brut soll die Gültigkeitsdauer wie bisher 9 Monate, allerdings ab Untersuchungszeitpunkt betragen. Die sogenannte EU-Förderung der Imkerei sei eine Ko-Finanzierung der EU und des jeweiligen Bundeslandes. Damit Fördergelder der EU gerecht verteilt werden, soll sich das jeweilige Fördervolumen auf die Bienenvölkerzahl beziehen. Allgemein wird angenommen, dass in der Summe die Imker weniger Völker gemeldet haben, als sie tatsächlich halten. Dies würde bedeuten, dass weniger Fördermittel ausgeschüttet werden, als möglich wären. Daher müssen zukünftig harte Daten über die Bienenvölkerzahlen vorliegen, um EU-Mittel zu bekommen. In Bundesländern, in denen die Imker auch in der Tierseuchenkasse sind, ist dies leicht möglich. Die MAQS-Ameisensäure-Gelpakete, die seit 2014 als Varroazid zugelassen sind, können grundsätzlich empfohlen werden, weisen aber in der Gebrauchsanweisung Schwachpunkte auf. Es wird u. a. empfohlen, die Streifen bei zwei Bruträumen auch zwischen die Zargen zu legen. Dies sollte man auf keinen Fall machen, da es schnell zu Königinnen- und Bienenverlusten kommen kann. Ferner wird angegeben, dass die MAQS auch in der Zwischentrachtzeit eingesetzt werden können. Dies führt wie die Untersuchungen der Bieneninstitute Bochum und Celle gezeigt haben, eindeutig zu erheblichen Rückstandsbelastungen im Honig. Auch die Unterschiede in der Rückstandsbelastung von Honig und Pollen mit Pflanzenschutzmitteln, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwermetallen wurde dargestellt. Honig ist grundsätzlich aufgrund seiner chemischen Eigenschaften (wasserliebend) weit weniger belastet als Pollen (fettliebend).

Heiko Schulz vom Imkerverein Stadthagen stellt Möglichkeiten einer Jungimkerschulung vor und Bettina Wehmeyer, Vorsitzende des KreisiImkervereins Hildesheim vermittelt interessante Einblicke in das Leben des Bienenvolkes. Imkermeister Wolfgang Stöckmann aus Gödenstorf vom Imkerverein Salzhausen berichtet über die sinnvolle Strukturierung einer Imkerei und ging dabei auf ökonomische Aspekte ausführlich ein.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e. V., Jürgen Frühling stellt das Verbandsgeschehen der vergangenen Monate vor und zeigt sich weiterhin erfreut über die erneut beträchtlich gestiegenen Mitglieder- und Völkerzahlen. Weiterhin geht er auf die Vertreterversammlung des Deutschen Imkerbundes e.V. und die dort stattgefundenen Wahlen ein. Die Gesamtfördersumme der vorangegangenen Förderperiode 2014/2015 sei zwar fast konstant geblieben, durch eine Ausweitung im Schulungsbereich, was wegen steigender Mitgliederzahlen notwendig sei, habe es aber Verschiebungen zu Ungunsten einiger Bereiche wie der Zucht gegeben. Eine deutliche Erhöhung der Quote bei den zu ziehenden Proben für die Marktkontrolle des D.I.B. wünscht sich Jürgen Frühling ebenso, wie eine deutliche Minimierung der Beanstandungen.

Siegerliste der Honigprämierung 2015

Fotos: Gerhardt Fuhrich

1. Referenten und Vorstand und Geschäftsführung

Von links nach rechts: Harald Brummerloh, Dr. Werrner von der Ohe, Dr. Reinhold Hergemöller, Reinhard Blohm, Bettina Wehmeyer, Marianne Fritzensmeier, Udo Kellner, Jürgen Frühling, Georg Klindworth, Clemens Tandler, Heiko Schulz, (davor) Olga Liehe, Renate Schulz-Sandhof, Nico Martens

Oberes Bild: 2. Teilnehmer der Honigprämierung und Vorstand