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Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

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Stefanie Rosenkranz

32. Kreiskonferenz des Landesverbands Hannoverscher Imker e.V. in Walsrode

Der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling, begrüßte alle Teilnehmenden recht herzlich im Hotel Forellenhof in Walsrode und eröffnete die 32. Kreiskonferenz.

In Niedersachsen aber auch bundesweit gehen die Bestände bei Insekten zum Teil um bis zu 80 Prozent zurück. Das Artensterben bedroht unsere Lebensgrundlage mehr denn je. Daher muss „Arten und Insektenschutz“, neben anderer verantwortlicher Institutionen, primär Aufgabe der obersten Instanz, des Umweltministeriums, sein! „Blühflächen“ haben nicht nur auf Insekten einen messbaren positiven Effekt und tragen enorm zur Artenvielfalt bei, sie werden auch von den Landwirten in Niedersachsen gut angenommen. Der „Niedersächsische Weg“ befindet sich daher unverändert auf einem guten Weg.

Jedoch wird bei der Umsetzung der Blühflächen, wie bei der „Bestäubungsprämie“, der hohe bürokratische Aufwand als zu umständlich und langwierig beschrieben. So wird die Bestäubungsprämie laut Aussage des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz noch mindestens ein bis zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Auf die Frage, ob der „Klimawandel“ einen spürbaren Einfluss auf die Biene hat antwortete Jürgen Frühling, dass die Honigerträge im letzten Jahr gewachsen seien und sich die Bienen dahingehend irgendwie angepasst haben muss. Ein Impact sei somit wahrscheinlich. Was das letztendlich für die Biene bedeutet, wird die Zukunft zeigen. Zur Problematik der Asiatischen Hornisse sagte er: „Sie ist gekommen um zu bleiben, wir müssen uns ihr stellen und schlussendlich auch irgendwie damit leben.“

Nach überstandener Corona-Pandemie war der 1. Vorsitzende Jürgen Frühling wieder zunehmend im Land für „Biene und Imker“ unterwegs. Die Mitgliederzahlen sind auf einem guten Weg, stagnieren jedoch langsam. Das Ziel von 10.000 Mitgliedern wird jedoch nicht aus den Augen verloren. Das Bundesland Bayern ist Vorreiter, mit einer hohen Frauenquote und einer hohen Anzahl an Bienenvölkern – proportional gesehen jedoch auf demselben Stand wie Niedersachsen. Die Teilnahme an der Nachwuchsförderung sind zurückgegangen. Laut Stimmen aus der Imkerschaft sind die Hürden zu bürokratisch, nicht vertretbar und unnötig. Generell werden in Deutschland nur 60 % der EU-Fördermittel abgerufen. Auch hier sind die bürokratischen Hürden einfach zu hoch.

Erster Referent Uwe Frommhold (1. Vorsitzender vom KIV Cuxhaven) und derzeitiger Obmann für Bienengesundheit im LVHI referierte über die Norddeutsche Imkerei im Kreisimkerverein Cuxhaven, seinen Weg in die Imkerei und in das Ehrenamt und informierte die Hörerschaft über diverse Informationen zum Kreisimkerverein Cuxhaven.

Der Imkerverein Northeim ist seit April 2023 Besitzer eines Ausstellungsanhängers. Frau Dr. Hurling, 1. Vorsitzende des Imkervereins Northeim referierte auf der Kreiskonferenz, dass rückblickend 13.000 Interessierten auf der Landesgartenschau in Bad Gandersheim etwas „über die Honigbiene“ erzählt werden konnte. Die

Anmietung des Imkermobils ist für die Kreisimkervereine/Imkervereine des LVHI kostenfrei. Es fällt lediglich eine Kaution in Höhe von 300 Euro an. Das Imkermobil bietet neben den üblichen Utensilien des Imkerbedarfs und Informationstafeln und -poster auch Spiel & Spaß für Groß und Klein.

Als weitere Referentin stellte sich Dr. Gertje Petersen, neue Leiterin des LAVES-Instituts für Bienenkunde in Celle, dem LVHI und den 1. Kreisvorsitzenden vor. Da sie die letzten zehn Jahre in Neuseeland lebte, referierte sie neben den Informationen zu ihrer Person, zunächst über das Klima, die Imkerei, die Arten und über die Honigproduktion in Neuseeland. Zum inhaltlichen wurden die Honigklassifizierung und -Zertifizierung, die Öffentlichkeitsarbeit und Lehre thematisiert. Zudem soll im Jahr 2024 wieder der Verkauf von Königinnen durch das LAVES-Institut für Bienenkunde in Celle erfolgen. Abschließend hofft sie auf ihr entgegengebrachte konstruktive Kritik aus der Imkerschaft, um die Basis einer guten Zusammenarbeit zu schaffen.

Als weiterer Gast referierte Dr. Pia Aumeier zum Thema Schulungen. Es soll voraussichtlich ab Sommer 2024 vom Landesverband Hannoverscher Imker e.V., in Zusammenarbeit mit Dr. Pia Aumeier, umfangreiche Schulungsunterlagen den (Kreis-)Imkervereinen zur Verfügung gestellt werden. Die Bereitstellung der ist für die Vereine kostenfrei. Nähere Informationen hierzu folgen zeitnah.

Der Landesverband Hannoverscher Imker e.V. dankt allen Ehrenamtlichen! Ihnen gebührt großer Respekt und höchste Anerkennung! Sie setzten sich selbst, Ihre Zeit, Ihre Kraft und Ihr Wissen freiwillig – meist neben dem Berufsleben und/oder der Familie – auf ganz vielfältige Weise für die Bienen und die Imker:innen ein. Das macht unseren Verband stark und dafür verdienen Sie höchstes Ansehen und allergrößten Respekt!

Stefanie Rosenkranz

 

Foto (LV): Vorsitzende der Kreisimkervereine, Mitarbeiter:innen und Vorstand LVHI, Leiterin des Bieneninstitutes Celle, in Walsrode anlässlich der 32. Kreiskonferenz